Aug 2026

Woran erkenne ich einen guten Bestatter?

Im Trauerfall müssen sich die Hinterblieben innerhalb von 48 Stunden für ein Bestattungsunternehmen entscheiden. Wenn man nicht schon seit Jahrzehnten immer den gleichen Bestatter beauftragt – einfach aus dem Grund, weil er die Ur-Oma, den Opa und auch schon den Onkel bestattet hat –, stellt sich schnell die Frage: Woran erkenne ich eigentlich einen guten Bestatter, ein gutes Bestattungsunternehmen?

Einen guten Bestatter erkennt man nicht an der schönsten Website oder Büro (auch wenn wir persönlich der Ansicht sind, dass sich das natürlich nicht ausschließt). Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Punkte aufgeführt, an denen Sie einen guten Bestatter erkennen.

Im Überblick: Ein guter Bestatter, eine gute Bestatterin

  • ist Ihnen zuallererst einmal sympathisch.
  • berät Sie einfühlsam und drängt Sie zu nichts.
  • schreibt Ihnen ein detailliertes und transparentes Angebot und hat realistische Preise.
  • ist Mitglied im Bundesverband deutscher Bestatter e.V.

Die wichtigste Frage: Wie erkenne ich, ob das Bestattungsunternehmen für uns passt?

Bevor es um so konkrete Punkte wie Kosten, Qualität und Berufsverbände geht, gibt es eine entscheidende Frage, die Ihnen sagt, ob das Bestattungsunternehmen für Sie als Hinterbliebene passt: Ist Ihnen Ihr Ansprechpartner oder Ihre Ansprechpartnerin sympathisch?

Unsere Bestattungsfachkraft berät einfühlsam einen Kunden.

Erst wenn Sie diese Frage mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten, brauchen Sie sich um die weiteren Punkte kümmern. Wenn Ihnen die Menschen, die Philosophie oder der Auftritt des Bestattungsunternehmens nicht zusagen, suchen Sie weiter.

Heute sind die Zeiten vorbei, in denen Hinterbliebene kaum eine Auswahl hatten und der Bestatter direkt vor Ort, der einzige Ansprechpartner war. Heute lassen sich Bestatter übers Internet anfragen und vergleichen. Ein Telefon- oder Videogespräch ist schnell ausgemacht.

Ein guter Bestatter wird Ihnen nur das anbieten, was Sie brauchen

Ein guter Bestatter wird niemals Druck auf Sie ausüben und Sie zu einer teureren Variante drängen. Im Gegenteil: Hinterbliebene tendieren in der ersten Zeit des Schmerzes um den geliebten Verstorbenen manchmal eher zu teuren Varianten. Ein guter Bestatter weiß das. Er weiß aber auch, was angemessen und für eine würdige Bestattung ausreichend ist. Er wird Ihnen daher eher von unnötigen Kosten abraten.

Einen guten Bestatter erkennen Sie an einem transparenten und nachvollziehbaren Angebot

Ein guter Bestatter, eine gute Bestatterin erstellt Ihnen ein detailliertes, schriftliches Angebot, das Sie genau nachvollziehen lässt, was in den aufgeführten Leistungen enthalten ist. Sollten Sie Fragen zu den einzelnen Punkten haben, so werden Ihnen diese verständlich beantwortet.

Eine gute Bestattungsfachkraft erläutert das Angebot im Detail.

Damit Sie sehen, wie ein detailliertes und transparenten Angebot aussehen kann, haben wir für Sie beispielhaft ein Angebot über eine Baumbestattung und ein Angebot über eine Seebestattung zum Download vorbereitet. Sie möchten ein konkretes Angebot? Fragen Sie es an.

Ist teurer auch gleich besser? Anders gefragt: Lässt sich ein guter Bestatter am Preis erkennen?

Ein seriöser Bestatter kalkuliert seine Preise so, dass er kostendeckend arbeitet, ohne an der Qualität der Versorgung der Verstorbenen Abstriche machen zu müssen. Einen guten Bestatter erkennen Sie also an einem realistischen Preis.

Ein realistischer Preis für eine Bestattung liegt zwischen 4.000 bis 6.000 Euro; je nachdem, was gewünscht ist. Auch gibt es regionale Unterschiede bei den Beisetzungs- und Friedhofgebühren. In dem Preis nicht enthalten sind die Kosten für einen Grabstein oder für eine Grabeinfassung.

Das heißt nicht, dass das teuerste Bestattungsunternehmen zwangsläufig das Beste ist. Es heißt aber umgekehrt: Das günstigste Angebot ist in den seltensten Fällen das Beste.

An welchen Nachweisen erkenne ich, ob der Bestatter sein Handwerk beherrscht?

Bestattungsunternehmen gingen oftmals aus einer Schreinerei hervor. Der Schreiner zimmerte die Särge – und übernahm anschließend die Beisetzung des Verstorbenen einfach mit. Bestatter war also lange Zeit ein Beruf, den man einfach in der Praxis lernte. Dies ist teilweise bis heute noch so. Allgemein verbindliche Ausbildungsstandards gibt es in dem Sinne nicht.

Seit den 1970 gibt es allerding die Zertifizierung zum Geprüften Bestatter, seit 2009 auch die Prüfung zum Bestattungsmeister. Willi P. Heuse und Kirsten Droste-Heuse von Direktbestatter sind die Ausbildungsbetreuer des Bundesverbands deutscher Bestatter e.V. für Hessen. Wir können Ihnen daher versichern: Bei Direktbestatter ist Ihr geliebter Mensch in guten Händen.

Ist die Mitgliedschaft im Bundesverband deutscher Bestatter ein Qualitätszeichen?

Die Mitglieder des Bundesverbands deutscher Bestatter sichern zu, die Verstorbenen würdevoll zu versorgen, die Hinterbliebenen einfühlsam zu beraten und zu begleiten sowie ihre Leistungen und Kosten transparent offenzulegen. Außerdem bilden sie ihre Mitarbeitenden regelmäßig weiter, um ihre fachliche Qualifikation zu halten und zu verbessern.

Dass sie diese Kriterien einhalten, wird regelmäßig unabhängig geprüft. Wie überall gibt es dabei natürlich Betriebe, die sich damit zufriedengeben, den Mindeststandard zu erfüllen – und Betriebe, die versuchen, das bestmögliche Niveau zu erreichen.

Direktbestatter ist Mitglied im Bundesverband deutscher Bestatter. Willi P. Heuse und Kirsten Droste-Heuse sind dort zudem Ausbildungsbetreuer für Hessen. Sie können daher bei Direktbestatter sicher sein, dass wir uns selbst hohe Qualitätsstandards setzen.

Was deutet daraufhin, dass ein Bestattungsunternehmen eventuell nicht so gut ist?

Alle Bestatter bieten mehr oder weniger die gleichen Leistungen an. Allerdings kann es Unterschiede geben, wie sorgfältig die Leistungen ausgeführt werden.

Ein Indiz dafür, dass die Leistungen möglicherweise nicht so sorgfältig ausgeführt werden, wie Sie es sich wünschen, ist ein besonders günstiger Preis. Denn an irgendetwas muss der Bestatter sparen, wenn sein Angebot extrem niedrig ist.

Die offensichtlichen Leistungen, wie Überführung, Kühlung des Verstorbenen und Organisation der Bestattung müssen erbracht werden. Daran lässt sich nur wenig einsparen. Daher wird vor allen an den Punkten gespart, die nicht gleich offensichtlich sind:

Das ist zum Beispiel die würdevolle Versorgung der Verstorbenen. So werden diese eventuell nicht oder nur flüchtig gewaschen, nur minimal hergerichtet oder hunderte Kilometer ins Ausland gefahren, da dort das Einäschern billiger ist.

Auch an der Bezahlung der Mitarbeitenden lässt sich sparen. Doch wer keine guten Löhne zahlt, wird selten die qualifiziertesten und motiviertesten Mitarbeitenden haben.

Was ist mit Online-Bewertungen? Hat ein guter Bestatter auch viele gute Rezensionen?

Ein naheliegender Weg, um einzuschätzen, ob ein Bestatter gut und seriös ist, ist zu schauen, wie seine vorherigen Kunden ihn bewerten. Schauen Sie sich also die Rezensionen auf seinem Google-Business-Profil und anderen Social-Media-Plattformen an.

Allerdings: Online-Bewertungen sind bei Bestattern weniger aussagekräftig als in anderen Branchen. So sagt die Anzahl der Bewertungen nicht viel aus, ob der Bestatter viele oder wenig Kunden hat.

Bedenken Sie: Nicht alle Hinterbliebenen haben mitten in ihrer Trauer den Kopf frei, um das Bestattungsunternehmen im Internet zu bewerten. Auch sind viele, die eine Bestattung organisieren, oft schon über 70 Jahre. Für dieser Alterskohorte ist eine Bewertung im Internet zu schreiben noch nicht selbstverständlich.

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